Biographie und Filmographie

Geboren und aufgewachsen in Wien, war Paul Rosdy zunächst in der Tourismusbranche tätig. In den 1980er Jahren bereiste er für American Express die Welt: Sowjetunion, China, USA. Dann hatte er genug und übersiedelte nach Vancouver (Kanada), wo er einen Filmlehrgang abschloss. Sein erster Film hieß You Don’t Look for Street Signs When You’re in a Jungle (1991), gefolgt von Release Day (1992) – beide Filme setzten sich mit dem Leben im Gefängnis auseinander. In New York gründete er mit Joan Grossman Pinball Films und kam 1998 mit The Port of Last Resort – Zuflucht in Shanghai heraus, einem Film über die rund 20.000 Juden, die vor den Nazis nach Shanghai geflüchtete waren. Anschließend richtete er seinen Blick auf Mittel- und Südosteuropa und es entstand Neue Welt (2005), eine Fahrt durch die Mitte Europas, von der alten Welt in eine neue. 2009 machte er Çernobílá Barevná (Schwarzweiss Farbe), eine tschechische Auftragsproduktion über die Veränderungen in Zeit und Raum in den nordböhmischen Braunkohlegebieten. 2011 Der letzte Jude von Drohobytsch: ein Portrait über Alfred Schreyer, der eine Geschichte zu erzählen hat, so unglaublich, dass ein Leben nicht ausreicht, sie zu fassen. 2012 begann eine lange Reise durch die Kinolandschaft und -geschichte Wiens von 1896 bis heute. 2018 feiert Kino Wien Film beim Viennale Film Festival Premiere.

 

Filmographie (Auswahl)

2018 Kino Wien Film
2011 Der letzte Jude von Drohobytsch
2009 Çernobílá Barevná (short)
2005 Neue Welt
1998 Zuflucht in Shanghai
1992 Release Day (short)