{"id":55,"date":"2019-11-18T22:12:03","date_gmt":"2019-11-18T22:12:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rosdyfilm.com\/port\/?page_id=55"},"modified":"2019-11-25T21:07:12","modified_gmt":"2019-11-25T21:07:12","slug":"projekbeschreibung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.rosdyfilm.com\/port\/projekbeschreibung\/","title":{"rendered":"01 \u00dcber den Film &#8211; 02 Projektbeschreibung"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; background_image=&#8220;https:\/\/www.rosdyfilm.com\/port\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/strasse.jpg&#8220; width=&#8220;100%&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.6&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.9)&#8220; custom_margin=&#8220;||||false|false&#8220; custom_margin_tablet=&#8220;20px||||false|false&#8220; custom_margin_phone=&#8220;&#8220; custom_margin_last_edited=&#8220;on|desktop&#8220; custom_padding=&#8220;30px|30px|30px|30px|true|true&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Projektbeschreibung<\/strong><\/p>\n<p><span>Zahllose Geschichten \u00fcber den Tod und die Zerst\u00f6rung sind das Verm\u00e4chtnis des Zweiten Weltkrieges. Die unvorstellbare Verfolgung der Juden wurde schmerzhaft und notwendigerweise in das Bewu\u00dftsein der \u00d6ffentlichkeit eingepr\u00e4gt. Dennoch gibt es viele Geschichten der Flucht und des \u00dcberlebens, die stillschweigend dem \u00f6ffentlichen Auge entschwunden sind. Wohin sind die Juden, die den Nazis gerade noch entkommen konnten, gefl\u00fcchtet und wie ist es ihnen dabei ergangen?<\/span><\/p>\n<p><em>&#8222;&#8230; es gibt einen Ort auf der Welt, wohin man ohne Papiere, ohne Erlaubnis, ohne eidesstattliche Erkl\u00e4rung, ohne Einreisegenehmigung oder Visa gehen kann. Du f\u00e4hrst einfach hin, das ist Shanghai.&#8220;<\/em><span><\/span><br \/><span>&#8211; Fred Fields, Fl\u00fcchtling<\/span><\/p>\n<p><span>Vom Handel profitierend, war Shanghai in den 1920er Jahren eine boomende Stadt geworden, die sich seit dem 19. Jahrhundert in einen exotischen kolonialen Au\u00dfenposten, haupts\u00e4chlich Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens, gewandelt hatte. In der Internationalen Niederlassung und der Franz\u00f6sischen Konzession war es Ausl\u00e4ndern m\u00f6glich, nach den Gestzen ihrer Heimatl\u00e4nder zu handeln und zu leben und die Stadt wurde ein vielf\u00e4ltiges internationales Territorium ohne Einwanderungs-beschr\u00e4nkungen. Die Skyline am Hafen, bekannt als &#8222;Der Bund&#8220;, konnte sich mit New York ebenso messen wie das glamour\u00f6se Nachtleben. Dies konnte jedoch nicht verbergen, da\u00df Shanghai zur gleichen Zeit eine Stadt extremer Kontraste war &#8211; von ausl\u00e4ndischen Tycoonen und internationalen Gesch\u00e4ften auf der einen Seite, von Rickscha-Kulis und Gewalt und Verbrechen auf der anderen Seite. Auch wenn viele Chinesen vom Wirtschaftsleben profitierten, waren sie doch vom gesellschaftlichen Leben in den ausl\u00e4ndischen Konzessionen, wo es in den \u00f6ffentlichen Parks zum Beispiel Verbotsschilder f\u00fcr Hunde und Chinesen gab, ausgeschlossen.<\/span><br \/><span>Japan, das eine eigene Konzession besa\u00df, startete von dort aus seine milit\u00e4rischen Angriffe gegen China in den Jahren 1927 bis 1932 und installierte 1937 schlie\u00dflich eine Marionettenregierung. Zu der Zeit, in der der Zustrom j\u00fcdischer Fl\u00fcchtlinge immer gr\u00f6\u00dfer wurde, war die Stadt bereits im Untergang begriffen, vor allem nachdem Tausende verarmter chinesischer Fl\u00fcchtlinge nach dem Chinesisch-Japanischen Krieg in die Stadt dr\u00e4ngten und Armut und Krankheiten verbreiteten. Als die j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlinge darum k\u00e4mpften sich in einer starken Gemeinschaft zu organisieren, stand Shanghai unter japanischer Belagerung. Die Japaner bestimmten schlie\u00dflich das Geschick der Fl\u00fcchtlinge und gewannen 1941 die Kontrolle \u00fcber die ausl\u00e4ndischen Konzessionen der Stadt, ausgehend von den Kriegsgeschehnissen, die sich in den Pazifik ausgedehnt hatten. Die j\u00fcdischen Bewohner wurden in ein Ghetto eingewiesen, wo sie den Krieg unter vielen Entbehrungen und in gro\u00dfer Unsicherheit verbringen mu\u00dften.<\/span><br \/><span>Gespr\u00e4che mit \u00dcberlebenden und Briefe von Fl\u00fcchtlingen, Annie Witting aus Berlin und Adolf Josef Storfer aus Wien, geben ein lebhaftes Bild der Lebensbedingungen in &#8222;Little Vienna&#8220;, einem Fl\u00fcchtlingsstadtteil im Bezirk Hongkew mit L\u00e4den, Caf\u00e9s, Nachtclubs und eigenen Zeitungen. Unter der japanischen F\u00fchrung des Ghettos verbreiteten sich rasch Krankheit und Hunger. Mitte des Jahres 1943 berichtete das Rote Kreuz von Tausenden von Fl\u00fcchtlingen, die am Rande des Hungertodes stehen. Im Juli 1945 fielen amerikanische Bomben auf das Ghetto, da dort japanische Kriegs-einrichtungen und Munition vermutet wurden. Bei diesen Angriffen starben viele Fl\u00fcchtlinge und Chinesen. Nach der Befreiung von den Japanern, entschieden sich die meisten Immigranten dazu, Shanghai zu verlassen und f\u00fcr immer nach Amerika, Australien und Israel zu gehen.<\/span><\/p>\n<p><em>&#8222;Shanghai war eine F\u00e4lschung, ein Schwindel, weder Okzident noch Orient. Und doch \u2013 Gott vergebe mir \u2013 sie war die aufregendste und einzigartigste Stadt der Welt. Sie war wie Gift, und die alten Shanghail\u00e4nder S\u00fcchtige, die sich von ihrer Liebe zu ihr nie befreien konnten.&#8220;<\/em><span><\/span><br \/><span>&#8211; Max Berges, Fl\u00fcchtling<\/span><\/p>\n<p><em>&#8222;Mai 1947. Meine lieben Freunde \u2013\u00a0alle! Ist das alles nur ein Traum oder tats\u00e4chlich Wirklichkeit? Wir sind bereits vier Tage unterwegs auf hoher See, entfernen uns immer mehr von China mit Kurs auf unsere neue Heimat Australien. Rings um uns ist unendliches Meer. Fliegende Fische sind zu sehen und ab und zu auch Haifische. Das Meer ist stahlblau, die Wellenk\u00f6pfe glitzern wie Brillianten. Man kommt sich wieder als Mensch vor und nicht mehr wie ein Fl\u00fcchtling.&#8220;<\/em><span><\/span><br \/><span>Ihre Annie Witting<\/span><\/p>\n<p><span>ZUFLUCHT IN SHANGHAI ist eine beeindruckende Dokumentation, die nach Jahren der Recherche dieses bemerkenswerte Kapitel Emigrationsgeschichte beleuchtet.\u00a0<\/span><span>Die Filmmusik stammt von John Zorn.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Projektbeschreibung Zahllose Geschichten \u00fcber den Tod und die Zerst\u00f6rung sind das Verm\u00e4chtnis des Zweiten Weltkrieges. 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