{"id":62,"date":"2019-12-14T20:05:53","date_gmt":"2019-12-14T20:05:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rosdyfilm.com\/nw\/?page_id=62"},"modified":"2019-12-14T20:08:17","modified_gmt":"2019-12-14T20:08:17","slug":"projektbeschreibung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.rosdyfilm.com\/nw\/projektbeschreibung\/","title":{"rendered":"01 ueber den Film &#8211; 02 projektbeschreibung"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243; background_image=&#8220;http:\/\/www.rosdyfilm.com\/nw\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/posteroriginalgroesse.jpg&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243; background_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.9)&#8220; custom_margin=&#8220;74px||180px||false|false&#8220; custom_margin_tablet=&#8220;&#8220; custom_margin_phone=&#8220;107px||131px||false|false&#8220; custom_margin_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; custom_padding=&#8220;30px|30px|30px|30px|true|true&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.0.9&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>ist ein Reisefilm \u00fcber das Gestern und das Heute jener Landstriche Mitteleuropas, die einst als B\u00f6hmen, Siebenb\u00fcrgen, Dalmatien, Galizien oder Bukowina Teil der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie waren. Der Film reist von der alten Welt in eine neue, von Sarajewo nach Wien und weiter nach Rum\u00e4nien, von Triest in die Bucht von Kotor, von der ungarischen Puszta in die Ukraine. Eine Mischung aus Musik und Geschichten, Legenden und Anekdoten, Ausschnitten aus alten Reisef\u00fchrern und Zeitungen, Filmen und Fotos aus der Zeit um 1900 sowie Szenen aus dem Heute vermittelt ein Bild vom Lebens\u2013 und \u00dcberlebenskampf von Menschen zwischen Traditionen, Ver\u00e4nderungen und Umbr\u00fcchen.<\/p>\n<p>Ein Kupferschmied in Bosnien \u00fcbt sein altes Handwerk aus, verwendet f\u00fcr seine kunstfertigen Kreationen aber Patronenh\u00fclsen und zollt damit den Opfern der Kriege im fr\u00fcheren Jugoslawien Tribut. Ein Zeitungsausschnitt aus dem Triest des Jahres 1897 beschreibt die Possen des Hermann Zeitung, der als Kistenreisender unterwegs war und in Kaffeeh\u00e4usern auftrat. Studenten einer \u00d6lfachschule preisen in einem Lied aus der Sowjetzeit die stolze \u00d6lindustrie im fr\u00fcheren Galizien, die einst als \u201eGalizische H\u00f6lle\u201c ein Paradies f\u00fcr profitgierige Spekulanten war.<\/p>\n<p><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>gew\u00e4hrt einen vielf\u00e4ltigen, pr\u00e4gnanten und einf\u00fchlsamen Einblick in das einfache Leben abseits der gro\u00dfen Erz\u00e4hlstr\u00e4nge der Geschichte. Waldarbeiter in den rum\u00e4nischen Karpaten, Zigeunermusiker in Ungarn, ein Rabbiner in der letzten Synagoge von Stanislau, Galizien (heute Ivano Frankivsk, Ukraine), eine Operns\u00e4ngerin in Sarajewo, die aus dem Exil in eine Stadt zur\u00fcckkehrt, in der muslimische Bosniaken, katholische Kroaten und orthodoxe Serben wie vor dem Krieg zusammen arbeiten. Der amtliche Name der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie \u2013 \u201cDie im Reichsrat vertretenen K\u00f6nigreiche und L\u00e4nder\u201c und \u201eDie L\u00e4nder der ungarischen Krone\u201c \u2013beschreibt selbst am besten die ungeheure Vielfalt einander durchdringender und sich gegenseitig beeinflussender Kulturen, Sprachen und Traditionen.<\/p>\n<p>Paul Rosdy hat mehrere Jahre an<span>\u00a0<\/span><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>gearbeitet. Fasziniert von 100 Jahre alten Zeitungsartikeln und Reisef\u00fchrern, die vom neuen Zeitalter der Eisenbahnen und des aufkommenden Tourismus k\u00fcnden, machte er sich daran, eine Region wieder zu entdecken, die gerade dann zerfiel, als sie sich anschickte, in eine moderne Zeit aufzubrechen. Die \u00f6sterreichisch-ungarische Monarchie ging mit dem Ersten Weltkrieg unter. Armut, politische Instabilit\u00e4t und Faschismus folgten. Die unsagbaren Zerst\u00f6rungen des Zweiten Weltkrieges ebneten dem Kommunismus sowjetischer Pr\u00e4gung den Weg, der sich \u00fcber weite Teile Mitteleuropas ausbreitete.<\/p>\n<p>Aber<span>\u00a0<\/span><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>konzentriert sich nicht auf gro\u00dfe historische Ereignisse. Der Film k\u00fcmmert sich um einfache Menschen, gew\u00f6hnliche Orte und nebens\u00e4chliche, aber charakteristische Vorkommnisse in den Verwerfungen der gro\u00dfen Historie. Das offizielle Besuchsprogramm von Erzherzog Franz Ferdinand in Bosnien-Herzegowina im Juni 1914 gibt den Ton vor. Diese verh\u00e4ngnisvolle Reise endete mit der Ermordung des Thronfolgers in Sarajewo und f\u00fchrte geradewegs in den Ersten Weltkrieg. Dennoch erw\u00e4hnt der Film dieses katastrophale Ereignis nicht. Stattdessen zeigt er lediglich den Ort des Geschehens, zwischen Stra\u00dfen und Br\u00fccken, Kirchen und Moscheen, dem Bahnhof und dem Elektrizit\u00e4tswerk. Die unspektakul\u00e4re Einfachheit des Ortes liegt im Schatten seiner turbulenten Geschichte \u2013 ein Schatten, der bis zum j\u00fcngsten Krieg reicht, in dem Mostar, Hauptstadt der Herzegowina, in Tr\u00fcmmer fiel.<\/p>\n<p>In<span>\u00a0<\/span><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>liegen die gro\u00dfen historischen Ereignisse im Abseits des t\u00e4glichen Lebens, der Arbeit und der einfachen Freuden des Alltags. Der Film betont Gesang und Musik als wesentlichen Teil davon. Er beginnt mit dem Muezzin der Moschee in Mostar, der die Gl\u00e4ubigen zum Gebet ruft. Dann begleitet er rum\u00e4nische Waldarbeiter, die auf ihrer Zugfahrt durch verschneite T\u00e4ler von verlorener Liebe singen. Sie setzen ihren Gesang fort, als sie um den Abendtisch in ihrer H\u00fctte tief im Wald sitzen. Und als der Zug wieder zur\u00fcckf\u00e4hrt, erklingt das wehm\u00fctige Spiel einer im Waggon dicht gedr\u00e4ngten Blasmusikkapelle. Die dalmatinische K\u00fcste hinab, in der Bucht des montenegrinischen Kotor, musizieren Mitglieder der Seemannsbruderschaft, des mit fast 1200 Jahren \u00e4ltesten Vereins der Welt. In den Stra\u00dfen der alten Hafenstadt feiert man das Meer und tanzt den Kolo. Von der Oper bis zur Volksmusik, \u2013 die Menschen in<span>\u00a0<\/span><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>leben mit der Musik.<\/p>\n<p>Im ukrainischen Czernowitz, einst Hauptstadt des \u00f6stlichsten Kronlandes der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie, schwelgt Johann Schlamp in Erinnerungen an einen in den 1930er Jahren weltber\u00fchmt gewordenen Sohn des Landes, den S\u00e4nger Joseph Schmidt und singt dessen popul\u00e4res Lied<span>\u00a0<\/span><em>\u201eWenn Du jung bist, geh\u00f6rt Dir die Welt\u201c.<span>\u00a0<\/span><\/em>In Ungarn spielt eine Zigeunerband unter der hei\u00dfen Sonne, w\u00e4hrend der Bandleader Mih\u00e1ly Samu beschreibt, wie er mit seiner Familie die Deportation im Zweiten Weltkrieg und die schwierige Zeit danach \u00fcberlebt hat.<\/p>\n<p><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>reist durch L\u00e4nder, in St\u00e4dte und durch die Zeit, von der alten Welt in eine neue. Angeregt vom ungew\u00f6hnlichen letzten Willen einer Gr\u00e4fin, die Teile ihres Verm\u00f6gens den Armen Wiens des Jahres 2000 vermacht hat, versucht ein Journalist in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1910 sich auszumalen, wie Wien in dieser fernen Zukunft aussehen wird. Wird Wien zu einem Utopia, wie es Edward Bellamy, ein Schriftsteller jener Zeit, vorausgesagt hat?<span>\u00a0<\/span><em>\u201eWird es zu jenem Zeitpunkte, in der von Bellamy vorgeahnten Epoche wirklich noch Arme geben?\u201c,<span>\u00a0<\/span><\/em>fragt der Artikel.<span>\u00a0<\/span><em>\u201e<span>\u00a0<\/span><\/em><em>Die Frage ist derzeit, im Jahre 1910, schwer zu l\u00f6sen; immerhin sind wir neugierig darauf, wie die Geschichte ausgehen wird, und werden nicht ermangeln, uns im Jahre 2000 danach zu erkundigen.\u201c<span>\u00a0<\/span><\/em><strong>NEUE WELT<span>\u00a0<\/span><\/strong>zeigt, dass sich Menschen immer noch abm\u00fchen, dass nach wie vor Kriege gef\u00fchrt werden, dass die Zeiten sich \u00e4ndern und die Welt dennoch vertraut bleibt.<\/p>\n<p>Aljona Kozubovskaja, Busfahrerin im heute ukrainischen Czernowitz, beschreibt ihr Leben als eine Aufeinanderfolge von teils pers\u00f6nlichen, teils politisch-gesellschaftlichen Hochs und Tiefs. Ihre famili\u00e4ren Probleme \u00fcberschneiden sich mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Landes, das sich nach dem Fall des Kommunismus nur langsam erholt.<em><span>\u00a0<\/span>\u201eFr\u00fcher hatten die Leute Geld, aber die Gesch\u00e4fte waren leer\u201c,<span>\u00a0<\/span><\/em>erkl\u00e4rt sie.<span>\u00a0<\/span><em>\u201eUnd heute? Es scheint umgekehrt zu sein. Es gibt ausreichend Waren in den Gesch\u00e4ften, die Regale biegen sich unter den Produkten, aber die Leute haben kein Geld<span>\u00a0<\/span><\/em>.\u201c Aljona f\u00e4hrt ihren Bus, kommt nach Hause, f\u00fcttert ihr Kind, und das Leben geht weiter.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NEUE WELT ist ein Reisefilm \u00fcber das Gestern und das Heute jener Landstriche Mitteleuropas, die einst als B\u00f6hmen, Siebenb\u00fcrgen, Dalmatien, Galizien oder Bukowina Teil der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie waren. 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